Zentralafrika gilt aufgrund seines feucht-heißen tropischen Klimas; seiner schlechten infrastrukturellen Ausstattung und politisch-wirtschaftlichen Instabilität für geländebezogene wissenschaftliche Forschungen als eines der schwierigsten Arbeitsgebiete. Wohl deshalb ist der Raum verglichen mit dem übrigen Afrika (Wüsten; Savannen; tropische Hochgebirge) wissenschaftlich nur unzureichend erforscht. Auch aus der Sicht der Paläoklimaforschung sind die zentralen Regenwaldgebiete und angrenzenden Feucht- und Baumsavannen fast eine terra incognita. Noch bis in die 60er Jahre hinein glaubte man; dass der äquatoriale Regenwald Afrikas eines der stabilsten und unveränderlichsten Ökosysteme der Erde sei. Das östliche Kongobecken wird dabei als Refugialraum ("core-area") für den zentralafrikanischen Regenwald während der eiszeitlichen Klimaschwankungen angesehen (Austrocknung und Abkühlung). Nach den Erkenntnissen aus dem DFG- Projekt "Paläoklima Afrika" ist der Regenwald dieses Raumes jedoch vor rund 20.000 Jahren klimabedingt von einer Savannenlandschaft verdrängt worden. Damit reduzieren sich die Regenwaldphasen auf kürzere; warm-humide Zeitabschnitte im Holozän. Mit geomorphologisch-bodenkundlichen Untersuchungen; gestützt durch moderne Fernerkundungstechniken; gelingt es dem Autor eine differenzierte und neue Darstellung der jüngeren Umwelt- und Klimageschichte Zentralafrikas zu geben. Sechs mehrfarbige Kartenbeilagen und und Satellitenbilder ergänzen das Buch. Die Monographie beschreibt und diskutiert die geologischen und physio- geographischen Grundzüge Zentralafrikas von den erdgeschichtlichen Anfängen bis zu den Umweltbedingungen am Beginn des 21. Jahrhunderts (Buschfeuer; Bevölkerungsmigration) und bezieht auch die 'Global Change Problematik' (Klimamodelle) mit ein. Das Werk zeichnet ein umfassendes Bild der Klima- und Landschaftsgeschichte eines nur wenig erforschten Großraumes in Afrika; das bislang fehlte.
Wednesday, October 17, 2018
[PDF] Download Landschaftsgenese und Paláoklima in Zentralafrika: Physiogeographische Untersuchungen zur Landschaftsentwicklung und klimagesteuerten quartáren ... Rep. (Mbomou) (Relief- Boden- Paláoklima) Kostenlos
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Zentralafrika gilt aufgrund seines feucht-heißen tropischen Klimas; seiner schlechten infrastrukturellen Ausstattung und politisch-wirtschaftlichen Instabilität für geländebezogene wissenschaftliche Forschungen als eines der schwierigsten Arbeitsgebiete. Wohl deshalb ist der Raum verglichen mit dem übrigen Afrika (Wüsten; Savannen; tropische Hochgebirge) wissenschaftlich nur unzureichend erforscht. Auch aus der Sicht der Paläoklimaforschung sind die zentralen Regenwaldgebiete und angrenzenden Feucht- und Baumsavannen fast eine terra incognita. Noch bis in die 60er Jahre hinein glaubte man; dass der äquatoriale Regenwald Afrikas eines der stabilsten und unveränderlichsten Ökosysteme der Erde sei. Das östliche Kongobecken wird dabei als Refugialraum ("core-area") für den zentralafrikanischen Regenwald während der eiszeitlichen Klimaschwankungen angesehen (Austrocknung und Abkühlung). Nach den Erkenntnissen aus dem DFG- Projekt "Paläoklima Afrika" ist der Regenwald dieses Raumes jedoch vor rund 20.000 Jahren klimabedingt von einer Savannenlandschaft verdrängt worden. Damit reduzieren sich die Regenwaldphasen auf kürzere; warm-humide Zeitabschnitte im Holozän. Mit geomorphologisch-bodenkundlichen Untersuchungen; gestützt durch moderne Fernerkundungstechniken; gelingt es dem Autor eine differenzierte und neue Darstellung der jüngeren Umwelt- und Klimageschichte Zentralafrikas zu geben. Sechs mehrfarbige Kartenbeilagen und und Satellitenbilder ergänzen das Buch. Die Monographie beschreibt und diskutiert die geologischen und physio- geographischen Grundzüge Zentralafrikas von den erdgeschichtlichen Anfängen bis zu den Umweltbedingungen am Beginn des 21. Jahrhunderts (Buschfeuer; Bevölkerungsmigration) und bezieht auch die 'Global Change Problematik' (Klimamodelle) mit ein. Das Werk zeichnet ein umfassendes Bild der Klima- und Landschaftsgeschichte eines nur wenig erforschten Großraumes in Afrika; das bislang fehlte.
Zentralafrika gilt aufgrund seines feucht-heißen tropischen Klimas; seiner schlechten infrastrukturellen Ausstattung und politisch-wirtschaftlichen Instabilität für geländebezogene wissenschaftliche Forschungen als eines der schwierigsten Arbeitsgebiete. Wohl deshalb ist der Raum verglichen mit dem übrigen Afrika (Wüsten; Savannen; tropische Hochgebirge) wissenschaftlich nur unzureichend erforscht. Auch aus der Sicht der Paläoklimaforschung sind die zentralen Regenwaldgebiete und angrenzenden Feucht- und Baumsavannen fast eine terra incognita. Noch bis in die 60er Jahre hinein glaubte man; dass der äquatoriale Regenwald Afrikas eines der stabilsten und unveränderlichsten Ökosysteme der Erde sei. Das östliche Kongobecken wird dabei als Refugialraum ("core-area") für den zentralafrikanischen Regenwald während der eiszeitlichen Klimaschwankungen angesehen (Austrocknung und Abkühlung). Nach den Erkenntnissen aus dem DFG- Projekt "Paläoklima Afrika" ist der Regenwald dieses Raumes jedoch vor rund 20.000 Jahren klimabedingt von einer Savannenlandschaft verdrängt worden. Damit reduzieren sich die Regenwaldphasen auf kürzere; warm-humide Zeitabschnitte im Holozän. Mit geomorphologisch-bodenkundlichen Untersuchungen; gestützt durch moderne Fernerkundungstechniken; gelingt es dem Autor eine differenzierte und neue Darstellung der jüngeren Umwelt- und Klimageschichte Zentralafrikas zu geben. Sechs mehrfarbige Kartenbeilagen und und Satellitenbilder ergänzen das Buch. Die Monographie beschreibt und diskutiert die geologischen und physio- geographischen Grundzüge Zentralafrikas von den erdgeschichtlichen Anfängen bis zu den Umweltbedingungen am Beginn des 21. Jahrhunderts (Buschfeuer; Bevölkerungsmigration) und bezieht auch die 'Global Change Problematik' (Klimamodelle) mit ein. Das Werk zeichnet ein umfassendes Bild der Klima- und Landschaftsgeschichte eines nur wenig erforschten Großraumes in Afrika; das bislang fehlte.
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